Wie ich zum Tragen kam


Schon während meiner Schwangerschaft 2019 war für mich klar: ich will meine Tochter tragen.
Wie und womit stellte sich schnell als Herausforderung heraus: Half-Buckle, Full-bittewas? Ist jetzt Tuch das Beste? Was für eins? Dankbar um den Rat: "Da holste Dir die Marsupi, die ist mit Klett" dachte ich: super, tragen für blutige Anfänger*innen - ich bin gerettet.
War ich das?

Meine Tochter kam zur Welt und siehe da: sie wollte partout nicht getragen werden!
Ist halt kein Tragekind, dachte ich.
Die kriegt da ja auch Platzangst, dachte mein Mann.
Als wir uns einige Monate später in einem Trageladen beraten lassen haben und mit einer Ruckeli ausrüsteten, sah die Welt gleich ganz anders aus: happy Baby, happy Eltern. Ich hatte nun die Hände frei und genoss die Kuschelzeit so ganz Bauch an Bauch.
Nach einiger Zeit wurde mir meine Tochter zu schwer, mein Bandscheibenvorfall aus vergangenen Geigerinnen-Zeiten meldete sich wieder, mein Mann beklagte sich nach 2,5 Stündigen Schlafspaziergängen zunehmends über Schulter/Rückenschmerzen. Wir hängten die Ruckeli in den Schrank, vorbei war die Tragezeit.

Als ich 2023 wieder schwanger mit meinem Sohn war wollte ich es anders angehen. Dieses mal Tuch! Und eine Beratung zu Hause mit viiel Zeit!
Es kostete ein bisschen Überzeugungsarbeit, aber dann war auch mein Mann mit an Bord und wir beide nach der Beratung voll und ganz Tuch-Fan.
Das Tuch, das so vielseitig einsetzbar ist - auch mal als Picknickdecke -, erwies sich als wahrer "Gamechanger": stufenlos anpassbar an Kind und Eltern, verschiedene Trageweisen vor dem Bauch, auf der Seite, auf dem Rücken... Abwechslung für Tragende und Getragene. Das Kind bekommt immer wieder neue Impulse für die physiologische Aufrichtung und der Rücken der Eltern wird abwechslungsreich beansprucht.
Verschiedene Tragetücher fanden nach und nach Einzug und ich forstete mich durchs Internet nach weiteren Bindeanleitungen und Youtube-Tutorials.

Häufig hörte ich: "Ja, ein Tuch haben wir auch, aber irgendwie ist das immer so locker", oder "das Köpfchen schlackert, was kann man da machen?", oder "ich würde ja gerne aber irgendwie verlieren ich und das Baby da immer die Nerven".
Da wuchs in mir der Wunsch eine alltagstaugliche und praxisnahe Tragebartung anbieten zu können. Eine, die die Eltern da abholt, wo sie stehen, am Besten mit dem Equipment, dass sie schon da haben.

Das Tuch ist nicht "die einzig wahre Lösung". Es gibt viele sehr gute und smarte Tragehilfen auf dem Markt, die ebenso das Bedürfnis nach Nähe (kuscheln) und Freiheit (freie Hände) bedienen. In meinem Beratungssortiment (hier und dann nach runter scrollen) biete ich eine feine Auswahl an Tragehilfen, die sich für mich und viele andere Eltern bewährt haben. 

Ich wünsche mir, dass ich viele Familien für das Tragen begeistern kann. Dabei liegt es mir besonders am Herzen euch mit dem fundierten Wissen aus der Ausbildung der Die Trageschule Dresden® und meiner langjährigen Erfahrung als Tragemama unterstützend und begleitend zur Seite zu stehen. Damit wir die beste, ganz individuelle Lösung finden - für Euch Eltern und Euer Baby.